Tag 19 – Taekwondo mit vollem Bauch

Sonntag, Familientag und wir fahren schon morgens mit dem Taxi zur Verwandschaft. Natürlich möchte der Taxifahrer wissen, woher wir kommen und es zeigt sich, dass er – wie soviele andere Koreaner – als Bergmann für 3 Jahre in Duisburg gearbeitet hat. Ihm hat es sehr in Deutschland gefallen und die erste Frage gilt mir, denn wie alle Koreaner will auch er von mir wissen, ob mir die koreanische Küche schmeckt…

Wie wir am eigenen Leib seit Tagen erfahren müssen, ist das Essen so ziemlich das Wichtigste im Leben eines Koreaners und auch dieser Tag widmet sich den kulinarischen Gelüsten. Wir fahren nach Gumi, um Yuris Tante zu besuchen und treffen uns in einem koreanischen BBQ-Restaurant, wo es Galbi (gegrilltes Rindfleisch) gibt. Danach geht’s zurück nach Daegu und die 12-jährige Tae-Kyung gibt uns eine sehr coole Taekwondo Vorführung. Danach muß ich mit meinen Englischkenntnissen herhalten, denn ein Sprachtest von Tae-Kyung steht an. Endlich kann ich auch mal verbal glänzen…

Und natürlich ist das große Essen noch nicht vorbei, denn es wartet auf uns „Abendbrot“ mit selbstgemachten Nudeln und allerlei Beilagen. Auf der Rückfahrt im Taxi bin ich nur noch dankbar, dass der Taxifahrer null Interesse an uns oder einer Konversation mit uns hat und ich ärgere mich, dass ich meine Sportschuhe in Seoul stehen lassen habe…

%d Bloggern gefällt das: