Tag 6 – Weiterfahrt nach Jeonju

Auch in Korea vergeht die Urlaubszeit schneller als die Arbeitszeit und unser 3-tägiger Aufenthalt in Byeonsan geht zu Ende. Nach einem letzten Abstecher zum Strand vor unserem Resort fahren wir weiter nach Jeonju. Jeonju ist die Hauptstadt der Provinz Jeollabuk-do etwas mehr als 200 km südlich von Seoul. Für die Provinz ist die Stadt mit etwas mehr als 600.000 Einwohner groß, für Südkorea allerdings eine eher kleine Stadt. Mittlerweile wohnt hier Yuri’s Cousine mit ihrer Familie sowie ihre Tante (Keun-Imo).

Wir kommen um etwa 14.30 Uhr an und beschließen, den Nachmittag noch im traditionellen Viertel Hanok zu verbringen. Hanok ist die Bezeichnung für ein traditionelles, koreanisches Wohnhaus mit Tonziegeldach und hiervon gibt es in Jeonju ein ganzes Viertel. Die eigentliche Attraktion ist aber, dass man sich an jeder Ecke alte Trachten und Schuluniformen ausleihen kann. An jeder Ecke machen also ganze Gruppen von selbstverliebten Koreanern Selfies von sich in ihrer „Verkleidung“. Jeder Jeck is anders, wie der Kölsche sagt…
Wir lassen uns treiben, essen koreanische Eisspezialitäten und kehren traditionell ein. Es gibt Lauch-Pfannkuchen und koreanischen Reiswein (Dong Dong Ju). Ein kleines Hundewelpen der süßen koreanischen Hunderasse (Jindo) leistet uns hierbei Gesellschaft. Nach anfänglicher Angst sind die Kinder begeistert. Zum Ende unseres Besuchs im Stadtviertel haben wir noch eine nette Begegnung mit einer schrillen Keramik-Künstlerin. Yuris fachkundiges Interesse scheint sie zu begeistern und sie lädt uns zum selbstgemahlenen, handaufgebrühten Kaffee aus ihrer Keramik ein. Natürlich verlassen wir das Atelier nicht ohne 2 neue Keramiktassen, einen Teller und ein paar weiterer Kleinigkeiten gekauft zu haben. Ein Schelm wer hinter dieser netten Geste eine Verkaufsstrategie vermutet 🙂
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