Tag 46 – Jahreswechsel 2011/2012

Der letzte Tag des Jahres 2011 und Zeit für einen persönlichen Rückblick. Yuri und ich haben sicherlich eines der glücklichsten und schönsten Jahre erlebt. Mit Minna’s Geburt sind wir eine kleine Familie geworden und hatten viele schöne Momente und viel positiven Zuspruch und Unterstützung durch unsere Familie und unsere Freunde. Hierüber sind wir überaus glücklich und dankbar.

Auch der erste Monat der Elternzeit ist nun um. Was anfangs ein kaum zu erwartendes Abenteuer war, ist nun Alltag mit vielen Höhen aber auch kleineren mentalen Tiefen geworden. Insbesondere der Rhythmus von Minna sowie ihre Tagesform und Gesundheit, auch die damit verbundenen Sorgen setzen beim Reisen automatisch andere Prioritäten, als wenn man alleine oder zu zweit unterwegs ist. Darauf muß man sich einlassen…

Wir verbringen diesen Abend im Kreise der Familie und sind bei Yuri’s Cousin väterlicherseits. Wir haben mit der Familie bereits einen Tag vor unserer Vietnamreise verbracht,und die ganze Familie (insbesondere die 12-jährige Tae-Kyung) freut sich auf uns. Da Minna seit ein paar Stunden erhöhte Temperatur hat, steht der Abend bis zuletzt in den Sternen. Aber am Ende entschließen wir uns, doch zu Dritt zu fahren.

Wir essen zusammen und schnell wird klar, dass die Familie nur unser Bestes will: Unser Geld! Denn nach dem Essen geht’s um’s Ganze und wir müssen Yut zocken. „Yut“ ist lt. Wikipedia „ein traditionelles Brettspiel aus Korea. Es stammt aus der Zeit der 3 Königreiche (57 vor Chr. bis 668 nach Chr.) Es gilt als Vorgänger des indischen Spiels Pachisi und damit auch als Vorgänger der Spiele Mensch ärgere Dich nicht und Eile mit Weile. Beim Spiel werden vier markierte Stäbe geworfen. Ziel ist es, die eigenen Steine am schnellsten über das Spielfeld zu bewegen. Zunächst werden die Stäbe in die Luft geworfen, die Art, wie diese zum Liegen kommen, entscheidet über die Anzahl der Spielzüge.“

Und natürlich geht’s dabei um Kohle: Doch Yuri und ich verlieren am Ende nur eine überschaubare Summe und können somit erhobenen Hauptes den letzten, netten Abend des Jahres bestreiten…

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