Im Jahr 2013 erfüllte ich mir einen lang gehegten Traum: einen VW Bulli.
Auf der Suche nach dem perfekten Familienauto mit Campingqualitäten standen wir schnell vor der Erkenntnis, dass kaum ein anderes Fahrzeug Alltag und Reisen so gut miteinander verbindet wie ein VW California. Er sollte uns täglich zur Arbeit bringen, als Familienauto dienen und gleichzeitig unser Begleiter für spontane Wochenendtrips und lange Urlaubsreisen werden.
Eines war allerdings von Anfang an klar: Ein Camper mit festem Hochdach kam für uns nicht infrage. Wir benötigten ein Fahrzeug, das problemlos in Parkhäuser, Tiefgaragen und auf normale Parkplätze passte. Deshalb fiel die Wahl auf einen VW California mit Aufstelldach.
Beach oder Comfortline?
Die wohl größte Entscheidung war jedoch eine andere:
VW California Beach oder California Comfortline?
Der Comfortline gilt mit seiner kompletten Campingausstattung als der „echte“ California. Küche, Schränke und zahlreiche Komfortdetails machen ihn zu einem vollwertigen Reisemobil.
Der Beach verfolgt dagegen ein anderes Konzept. Er verzichtet bewusst auf die fest eingebaute Küchenzeile und bietet dadurch deutlich mehr Flexibilität im Alltag.
Wir haben damals lange überlegt – und rückblickend muss ich zugeben, dass meine Frau die bessere Entscheidung getroffen hat.
Auf ihren Rat hin entschieden wir uns für den California Beach. Heute würden wir diese Entscheidung jederzeit wieder treffen.
Warum der California Beach?
1. Deutlich günstiger
Der Beach war damals rund 10.000 Euro günstiger als ein vergleichbar ausgestatteter California Comfortline.
Dieses Geld investierten wir lieber in unsere Reisen als in Möbel, die wir unterwegs nur selten genutzt hätten.
2. Mehr Platz im Alltag
Da keine feste Küchenzeile eingebaut ist, bietet der Beach deutlich mehr nutzbaren Innenraum.
Gerade im Alltag macht sich das bemerkbar. Große Einkäufe, Kinderwagen, Fahrräder oder Urlaubsgepäck lassen sich wesentlich einfacher transportieren als im Comfortline.
Für uns war der California deshalb nicht nur Camper, sondern gleichzeitig unser Familienauto.
3. Drei Kindersitze auf der Rückbank
Ein entscheidender Vorteil für Familien:
Auf der verschiebbaren Dreiersitzbank lassen sich drei Kindersitze nebeneinander montieren.
Gerade für Familien mit mehreren Kindern ist das ein starkes Argument, das häufig unterschätzt wird.
4. Größere Liegefläche
Auch beim Schlafkomfort bietet der Beach einen Vorteil.
Da die Küchenmöbel entfallen, entsteht unten eine deutlich breitere Liegefläche als im California Comfortline.
Gerade wenn kleine Kinder nachts zu den Eltern krabbeln, freut man sich über jeden zusätzlichen Zentimeter.
Gibt es auch Nachteile?
Natürlich hat der California Beach auch einige Schwächen.
Die serienmäßige Schlafbank ist relativ hart. Mit einer guten Matratzenauflage lässt sich dieses Problem jedoch problemlos lösen.
Außerdem fehlt gegenüber dem Comfortline etwas Stauraum, da keine Schränke vorhanden sind. Wer mehrere Wochen unterwegs ist, muss sein Gepäck etwas besser organisieren.
Unser Fazit nach zwei Jahren
Nach zwei Jahren intensiver Nutzung stand für uns fest:
Der VW California Beach war genau die richtige Wahl.
Er vereint Alltagstauglichkeit und Campingkomfort wie kaum ein anderes Fahrzeug. Unter der Woche Familienauto, am Wochenende Reisemobil – genau diese Flexibilität war für uns entscheidend.
Auch heute würden wir uns wieder für den Beach entscheiden. Für Familien, die den Bulli nicht nur im Urlaub, sondern jeden Tag nutzen möchten, ist er aus unserer Sicht die ausgewogenere Lösung.
Der Comfortline ist ohne Frage ein hervorragender Camper. Wer jedoch ein Fahrzeug sucht, das den Spagat zwischen Alltag und Freizeit perfekt meistert, findet im California Beach einen nahezu idealen Begleiter.
Manchmal ist weniger eben mehr – und genau das macht den California Beach für uns bis heute so besonders.