Atlantik-Rundreise mit dem Wohnmobil – Von der Champagne bis an Frankreichs Atlantikküste

Frankreich mit dem Wohnmobil – das bedeutet für uns vor allem Freiheit, gutes Essen, entspannte Stellplätze und die Möglichkeit, eine Reise auch einmal spontan zu verändern. Dieses Mal sollte es Richtung Atlantik gehen. Unser Ziel: die französische Westküste mit ihren Inseln, endlosen Sandstränden und natürlich möglichst viel französischem Lebensgefühl.

Unsere Rundreise führte uns über die Champagne und das Burgund zunächst Richtung Rochefort, anschließend auf die Île d’Oléron und von dort immer weiter entlang der Atlantikküste über Arcachon bis nach Cap de l’Homy. Auf der Rückreise legten wir noch einen Zwischenstopp in Troyes ein.

Dabei wechselten wir bewusst zwischen einfachen Wohnmobilstellplätzen und Campingplätzen. Manche Station war lediglich für eine Nacht gedacht, an anderen Orten blieben wir länger. Und wie es bei einer Wohnmobilreise sein sollte, haben wir unsere Planung unterwegs auch einmal geändert.

Unsere Route an den französischen Atlantik

Deutschland → Lac d’Orient → Chablis → Rochefort → Île d’Oléron → Arcachon → Cap de l’Homy → Troyes → Deutschland

Eine abwechslungsreiche Tour, bei der bereits die An- und Rückreise Teil des Urlaubs waren.

Lac d’Orient (Mesnil-Saint-Père)

1. Lac d’Orient – Ein schöner See, aber nicht für unsere Zwischenübernachtung

Unsere erste geplante Station führte uns zum Lac d’Orient bei Mesnil-Saint-Père. Der große Stausee östlich von Troyes liegt landschaftlich wunderschön und wäre eigentlich ein idealer Ort, um die lange Fahrt Richtung Atlantik für eine Nacht zu unterbrechen.

Vor Ort haben wir uns allerdings gegen eine Übernachtung entschieden. Nicht jeder Platz, der auf der Karte perfekt aussieht, erweist sich schließlich auch als der richtige Übernachtungsort.

Warum wir weitergefahren sind und welche Möglichkeiten es rund um den See gibt, haben wir in einem eigenen Beitrag zusammengefasst.

👉  Lac d’Orient (Mesnil-Saint-Père): Warum wir uns gegen eine Zwischenübernachtung am See entschieden haben

2. Chablis – Übernachten zwischen Weinbergen und Fluss

Die Entscheidung weiterzufahren brachte uns schließlich nach Chablis – und erwies sich als gute Alternative.

Der berühmte Weinort im Burgund eignet sich hervorragend als Zwischenstation auf dem Weg Richtung Atlantik. Der Wohnmobilstellplatz liegt idyllisch am Fluss und gleichzeitig so zentral, dass man den kleinen Ortskern bequem zu Fuß erkunden kann.

Natürlich gehört in Chablis auch ein Spaziergang durch den Ort mit seinen Weinhändlern und Weingütern dazu. Für uns war es genau die richtige Mischung: ankommen, Wohnmobil abstellen, ein wenig durch den Ort schlendern und anschließend entspannt den Abend verbringen.

👉 Wohnmobilstellplatz Chablis: Idyllisches Camping am Flussufer der Wein-Hochburg

3. Rochefort – Familiencamping als Basis für die Atlantikküste

Nach der Zwischenübernachtung in Chablis ging es weiter Richtung Westen. Mit dem Flower Camping L’Abri-Côtier fanden wir einen gemütlichen Familiencampingplatz in der Nähe von Rochefort.

Nach den ersten Kilometern der Anreise war nun etwas mehr Campingkomfort angesagt. Der Platz eignet sich gut als Basis, um Rochefort und die Atlantikküste zu entdecken.

Spannend ist vor allem die Lage: Von hier aus lassen sich verschiedene Ziele an der Küste erreichen und auch die vorgelagerten Inseln rücken langsam in den Mittelpunkt der Reise.

👉 Flower Camping L’Abri-Côtier: Gemütliches Familien-Camping nahe Rochefort und den Atlantik-Inseln

4. Île d’Oléron – Le Château-d’Oléron als erste Inselstation

Von Rochefort ging es weiter auf die Île d’Oléron. Die zweitgrößte Insel Frankreichs ist über eine Brücke mit dem Festland verbunden und damit auch mit dem Wohnmobil unkompliziert erreichbar.

Unsere erste Station auf der Insel war Le Château-d’Oléron im Südosten. Mit dem Wohnmobilstellplatz Le Moulin des Sables fanden wir einen großen und eher zweckmäßigen Stellplatz – dafür aber in hervorragender Lage.

Genau das ist manchmal der Vorteil eines Stellplatzes gegenüber einem Campingplatz: Das Wohnmobil steht sicher, die Infrastruktur reicht für den Aufenthalt aus und der Ort lässt sich bequem zu Fuß oder mit dem Fahrrad entdecken.

👉 Wohnmobilstellplatz Le Moulin des Sables: Zweckmäßiger Großstellplatz in bester Lage von Le Château-d’Oléron

5. Boyardville – Unser zweiter Stopp auf der Île d’Oléron

Dass sich ein Stellplatz fast wie ein Campingplatz anfühlen kann, zeigte unsere nächste Station in Boyardville.

Der Wohnmobilstellplatz bietet erstaunlich viel Komfort zu einem für einen Stellplatz interessanten Preis. Gleichzeitig ist Boyardville ein schöner Ausgangspunkt, um einen weiteren Teil der Île d’Oléron kennenzulernen.

Die Insel lädt ohnehin dazu ein, das Wohnmobil auch einmal stehen zu lassen und die Umgebung mit dem Fahrrad zu erkunden. Strände, kleine Orte, Häfen und das entspannte Inselleben sorgen dafür, dass schnell Urlaubsgefühl aufkommt.

👉 Wohnmobilstellplatz Boyardville: Camping-Komfort zum Stellplatz-Preis auf der Île d’Oléron

6. Camping Antioche d’Oléron – Insel-Feeling und Strandnähe

Nach unseren Stellplatz-Erfahrungen in Le Château-d’Oléron und Boyardville wollten wir noch eine andere Seite der Île d’Oléron kennenlernen. Mit dem Camping Antioche d’Oléron wechselten wir deshalb vom Wohnmobilstellplatz wieder auf einen klassischen Campingplatz.

Hier steht weniger die Nähe zu einem der größeren Inselorte im Vordergrund, sondern vielmehr das entspannte Urlaubsgefühl. Besonders die Nähe zum Atlantik und zum Strand macht den Platz zu einer schönen Basis für ein paar erholsame Tage auf der Insel.

Damit zeigte uns die Île d’Oléron während unserer Rundreise gleich drei unterschiedliche Möglichkeiten für einen Aufenthalt: den zweckmäßigen Großstellplatz in Le Château-d’Oléron, den komfortablen Wohnmobilstellplatz in Boyardville und schließlich einen klassischen Campingplatz für etwas mehr Urlaubs- und Inselfeeling.

👉 Camping Antioche d’Oléron: Insel-Feeling und Strandnähe auf der Île d’Oléron

Dune du Pilat

7. Arcachon – Zwischen Villenviertel und Bassin

Nach unseren Tagen auf der Île d’Oléron führte die Reise weiter Richtung Süden zum Bassin d’Arcachon.

Unsere Basis war der Camping Huttopia Arcachon. Arcachon unterscheidet sich deutlich von den kleinen Orten, die wir zuvor besucht hatten. Historische Villen, Strand, Restaurants und das weitläufige Bassin sorgen für ein ganz anderes Atlantik-Erlebnis.

Der Campingplatz bot uns eine gute Ausgangslage, um die Stadt und die Umgebung zu entdecken. Wer etwas mehr Zeit mitbringt, findet rund um das Bassin zahlreiche Möglichkeiten für Ausflüge, Fahrradtouren und natürlich ausgedehnte Tage am Wasser.

👉 Camping Huttopia in Arcachon: Villenviertel und Atlantik-Flair am Bassin

Zugang zum Strand

8. Cap de l’Homy – Endlich Atlantik pur

Je weiter man von Arcachon Richtung Süden fährt, desto mehr verändert sich die Landschaft. Große Pinienwälder, Dünen und kilometerlange Sandstrände bestimmen nun das Bild.

Mit dem Camping Municipal du Cap de l’Homy bei Lit-et-Mixe erreichten wir einen Ort, der für uns genau das verkörpert, was wir uns unter Camping an der französischen Atlantikküste vorstellen.

Hier steht weniger das Sightseeing im Mittelpunkt. Stattdessen heißt es: Strand, Meer und einfach das Atlantikgefühl genießen.

Nach den verschiedenen Etappen unserer Rundreise war Cap de l’Homy damit genau der richtige Ort, um etwas länger zu bleiben und das Tempo herunterzufahren.

👉 Camping Municipal du Cap de l’Homy, Lit-et-Mixe / Atlantik

9. Troyes – Ein letzter französischer Abend auf dem Rückweg

Irgendwann kommt leider der Zeitpunkt, an dem man den Atlantik wieder hinter sich lassen muss. Für die Rückreise Richtung Deutschland wollten wir die Strecke jedoch nicht einfach nur möglichst schnell hinter uns bringen.

Unsere letzte Station wurde deshalb Troyes.

Der Parking Saint-Martin bietet eine einfache Möglichkeit, mit dem Wohnmobil relativ zentrumsnah zu übernachten. Von hier aus konnten wir die historische Innenstadt erkunden und den letzten Abend unserer Frankreichreise noch einmal mit französischem Stadtflair ausklingen lassen.

Gerade für eine Zwischenübernachtung auf dem Weg von oder zur Atlantikküste ist Troyes für uns eine interessante Station.

👉 Zwischenstopp in Troyes: Übernachten zentrumnah am Parking Saint-Martin

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