Von 15 Zoll Stahlfelgen auf 16 Zoll Alufelgen – Unser Umbau am Dethleffs Globebus mit Ramto.de, Eigenmontage und erfolgreicher TÜV-Abnahme

Die Sommerreifen gegen Allwetterreifen tauschen: Ist es sinnvoll, genau jetzt auf 16 Zoll umzurüsten? Genau diese Frage haben wir uns gestellt. Unser Dethleffs Globebus auf Fiat-Ducato-Light-Chassis war technisch in einem hervorragenden Zustand, doch die serienmäßigen 15-Zoll-Stahlfelgen mit Sommerreifen wirken im Vergleich zum modernen Fahrzeugdesign etwas altbacken.

Der Wunsch nach 16-Zoll-Alufelgen war schnell geboren. Was zunächst wie ein einfacher Räderwechsel aussah, entwickelte sich zu einem spannenden Projekt mit vielen technischen Fragen, einer längeren Lieferzeit, einer erfolgreichen Eigenmontage und schließlich einer problemlosen TÜV-Einzelabnahme.

Vielleicht hilft unser Erfahrungsbericht anderen Wohnmobilfahrern bei ihrer Entscheidung.


Warum überhaupt auf 16 Zoll umrüsten?

Natürlich spielt die Optik eine Rolle. Schwarze Alufelgen verändern das Erscheinungsbild eines Wohnmobils erheblich. Doch es gab noch weitere Gründe:

  • hochwertigeres Erscheinungsbild
  • größere Auswahl an geeigneten Campingreifen (CP-Reifen)
  • korrosionsbeständigere Felgen
  • einfachere Reinigung
  • langfristige Aufwertung des Fahrzeugs

Gerade bei einem gebrauchten Wohnmobil lohnt sich eine solche Investition.


Die Suche nach dem richtigen Anbieter

Unsere erste Idee war naheliegend: Wir schauten bei den bekannten Online-Reifenhändlern.

Unter anderem beschäftigten wir uns mit:

  • Reifen.com
  • ReifenDirekt
  • Fiat-Händler

Alle konnten Felgen und Reifen liefern. Was jedoch schnell auffiel: Sobald es um Wohnmobile ging, wurde es kompliziert.

  • Welche Traglast wird benötigt?
  • Welche Einpresstiefe ist zulässig?
  • Welche Reifendimension darf überhaupt gefahren werden?
  • Welche Gutachten werden für die spätere TÜV-Abnahme benötigt?

Viele Anbieter konnten diese Fragen nicht eindeutig beantworten. Das ist auch verständlich, denn ihr Schwerpunkt liegt überwiegend im Pkw-Bereich.

Ein Wohnmobil stellt jedoch ganz andere Anforderungen. Traglasten, Achslasten und zulässige Rad-/Reifenkombinationen sind deutlich komplexer.

Nach mehreren Telefonaten wurde uns klar:

Wir brauchen einen Spezialisten für Wohnmobilfelgen.


Warum unsere Wahl auf Ramto.de fiel

Schließlich stießen wir auf Ramto.de.

Bereits beim ersten Besuch der Webseite fiel auf, dass hier deutlich mehr Informationen bereitgestellt werden als bei klassischen Reifenhändlern.

Besonders überzeugt haben uns:

  • Spezialisierung auf Wohnmobile
  • Fahrzeugkonfigurator
  • technische Hintergrundinformationen
  • Erklärungen zu Einpresstiefen und Traglasten
  • umfangreiche Gutachten
  • zahlreiche positive Kundenbewertungen

Gerade wenn man sich zum ersten Mal mit einer Felgenumrüstung beschäftigt, vermittelt dieses Informationsangebot viel Sicherheit.


Bestellung – viel Vorfreude und etwas Geduld

Bestellt haben wir unseren kompletten Radsatz mit MAK-Alufelgen bereits am 9. Juni.

Leider dauerte die Lieferung deutlich länger als erwartet.

Erst am 16. Juli trafen die Felgen schließlich bei uns ein.

Lieferverzögerungen lassen sich heutzutage nicht immer vermeiden.

Etwas schade fanden wir allerdings, dass wir während dieser Zeit trotz telefonischer Nachfrage und einer E-Mail keine aktive Information über den aktuellen Lieferstatus erhalten haben.

Ein kurzer Zwischenstand hätte die Wartezeit deutlich angenehmer gemacht.


Unboxing – endlich sind sie da

Als der Paketdienst DPD endlich vor der Tür stand, war die Vorfreude entsprechend groß.

Schon beim Öffnen der Kartons wurde klar:

Die MAK-Felgen waren hervorragend verpackt.

Jede Felge war einzeln geschützt.

Lackierung und Verarbeitung machten einen ausgezeichneten Eindruck.

Auch sämtliches Zubehör sowie alle notwendigen Unterlagen lagen vollständig bei.

Gerade bei einer Investition in dieser Größenordnung hinterlässt eine hochwertige Verpackung einen positiven ersten Eindruck.


Das wichtigste Dokument: Das Gutachten

Wer glaubt, dass beim Felgenkauf nur Größe und Design wichtig sind, wird spätestens beim TÜV eines Besseren belehrt.

Für unseren Umbau war insbesondere das

Gutachten 22-00199-CX-GBM-01 zur Erteilung eines Nachtrags zur ABE 54246

von zentraler Bedeutung.

Dieses Dokument enthält sämtliche technischen Informationen, die später auch für die Einzelabnahme relevant sind.

Dazu gehören unter anderem:

  • zulässige Fahrzeugtypen
  • Traglasten
  • Auflagen
  • Hinweise zur Montage
  • sowie die freigegebenen Reifendimensionen.

Gerade die Reifendimension sollte keinesfalls unterschätzt werden.

Beim Wohnmobil genügt es nicht, irgendeinen 16-Zoll-Reifen zu montieren.

Breite, Querschnitt, Tragfähigkeitsindex (Load Index) und Geschwindigkeitsindex müssen exakt zur Felge, zum Fahrzeug und zum Gutachten passen.

Für den Prüfer des TÜV Rheinland war dieses Gutachten später eine wesentliche Grundlage der erfolgreichen Einzelabnahme.

Unser Rat lautet deshalb:

Vor dem Kauf unbedingt prüfen, ob die gewünschte Rad-/Reifenkombination ausdrücklich im Gutachten aufgeführt ist.


Der Umbau in Eigenregie

Den eigentlichen Radwechsel haben wir selbst durchgeführt.

Mit einem guten Rangierwagenheber, einem Drehmomentschlüssel und etwas technischem Verständnis ist das problemlos möglich.

Besonders wichtig ist die richtige Position des Wagenhebers.

Beim Fiat Ducato darf dieser ausschließlich an den dafür vorgesehenen Verstärkungen des Fahrgestells angesetzt werden.

Diese befinden sich:

  • direkt hinter den Vorderrädern
  • beziehungsweise vor den Hinterrädern.

Wer einen Rangierwagenheber verwendet, sollte einen Gummiteller oder einen geeigneten Holzklotz verwenden, um die Aufnahmepunkte zu schützen.

Vor dem Anheben empfiehlt es sich,

  • die Handbremse anzuziehen,
  • Unterlegkeile zu verwenden,
  • die Radmuttern leicht zu lösen.

Nach der Montage werden die Radschrauben über Kreuz mit dem vorgeschriebenen Drehmoment angezogen. Nach etwa 50 bis 100 Kilometern sollten sie nochmals kontrolliert werden.


Der Moment der Wahrheit

Nachdem alle vier Räder montiert waren, traten wir einen Schritt zurück.

Der Unterschied war erstaunlich.

Die schwarzen MAK-Alufelgen verleihen dem Globebus einen deutlich moderneren und hochwertigeren Auftritt.

Die größeren Räder füllen die Radhäuser harmonischer aus und lassen das gesamte Fahrzeug stimmiger wirken.

Genau so hatten wir uns das vorgestellt.


Erfolgreiche TÜV-Einzelabnahme

Der nächste Termin führte uns zum TÜV Rheinland.

Da es sich um eine nicht serienmäßige Rad-/Reifenkombination handelt, war eine Einzelabnahme nach § 19 Absatz 2 StVZO erforderlich.

Geprüft wurden unter anderem:

  • Tragfähigkeit
  • Freigängigkeit
  • Radabdeckung
  • Einhaltung der Auflagen aus dem Gutachten
  • Reifendimension
  • Fahrzeugzuordnung

Dank der vollständigen Unterlagen verlief die Prüfung ohne Beanstandungen.

Die Kosten beliefen sich auf 117,91 Euro.

Im nächsten Schritt erfolgt nun noch die Eintragung der Änderung in die Zulassungsbescheinigung.


Unsere Kosten

Position Kosten
MAK-Alufelgen inkl. Reifen 1.781,67 €
TÜV Rheinland (§ 19 Abs. 2 StVZO) 117,91 €
Eintragung Zulassungsstelle ca. 15 €
Gesamtkosten ca. 1.915 €

Lohnt sich die Nachrüstung?

Diese Frage lässt sich nicht beantworten, ohne den Vergleich zum Neufahrzeug zu ziehen.

Für den Dethleffs Globebus wurde die Ausstattung mit 16-Zoll-Alufelgen ab Werk je nach Modelljahr als Sonderausstattung für rund 800 Euro angeboten. Dieser Aufpreis gilt allerdings ausschließlich bei der Neubestellung des Fahrzeugs. In der Serienfertigung entstehen weder Umbaukosten noch TÜV-Gebühren oder eine spätere Eintragung.

Bei einem Gebrauchtfahrzeug sieht die Rechnung naturgemäß anders aus.

Hier müssen zunächst die passenden Felgen und Reifen gekauft werden. Anschließend kommen die Kosten für die TÜV-Einzelabnahme und die Eintragung hinzu. Insgesamt investierten wir rund 1.915 Euro.

Ist das viel Geld?

Ja.

Würden wir es wieder investieren?

Ebenfalls ja. Wichtig ist ja auch, dass wir uns mit der Bereifung nun für Ganzjahresreifen entschieden haben, damit wir das Fahrzeug nun auch im Winter nutzen können.

Denn genau das gehört aus unserer Sicht zum Charme eines gebrauchten Wohnmobils. Nicht jede Wunschausstattung ist bereits vorhanden. Dafür lässt sich das Fahrzeug nach und nach den eigenen Vorstellungen anpassen.

Unser Globebus hat durch die neuen MAK-Alufelgen nicht nur optisch enorm gewonnen. Gleichzeitig profitieren wir von einer größeren Auswahl geeigneter Campingreifen und einem stimmigeren Gesamtbild.


Unser Fazit zu Ramto.de

Unsere Erfahrung mit Ramto.de fällt insgesamt positiv aus.

Die technische Kompetenz, das umfangreiche Informationsangebot und die vollständigen Gutachten haben uns überzeugt. Besonders das Gutachten 22-00199-CX-GBM-01 zur Erteilung eines Nachtrags zur ABE 54246 war eine wertvolle Grundlage für die erfolgreiche TÜV-Abnahme.

Verbesserungspotenzial sehen wir lediglich bei der Kommunikation während längerer Lieferzeiten. Die verspätete Lieferung der MAK-Felgen war für uns akzeptabel – eine kurze Information über den aktuellen Stand hätten wir uns jedoch gewünscht, denn letztendlich geht es auch um Vertrauen, insbesondere wenn eine Vorauszahlung erfolgt ist.

Trotz dieses Kritikpunkts würden wir uns aufgrund der Spezialisierung auf Wohnmobile, der hochwertigen Produkte und der fundierten technischen Beratung wieder für einen Spezialisten entscheiden.

Heute, nach erfolgreicher Einzelabnahme und kurz vor der Eintragung in die Fahrzeugpapiere, können wir sagen: Die Umrüstung war es wert. Manchmal sind es eben die Details, die aus einem guten Wohnmobil das ganz persönliche Traumfahrzeug machen.

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